Tagestipp - Donnerstag 13. Juli

Premiere von "Ich fürchte nichts" N.N. Theater im Friedenspark


Religiöser Fanatismus gepaart mit ökonomischem Ungleichgewicht und die neuen Medien als Brandbeschleuniger. - Open Air!

Schlagworte des Jahres 2017? Nein, nein, keine Sorge. Diese Begriffe beschreiben bloß die gesellschaftliche Stimmung im Jahr 1517. Sie sind Zeichen für gewaltige Veränderungen.
In dieser Stimmung lehnt sich Luther auf, überwirft sich, getrieben vom Zorn mit allem was heilig ist. Er facht diese Kräfte an, aber beherrscht sie nicht, gerät in ihren Sog und wird immer tiefer in den Strudel gezogen, in dem aus Tinte Blut wird. „Hätte ich gewusst, da ich anfing zu schreiben, was ich jetzt erfahren und gesehen habe, so hätte ich fürwahr stille geschwiegen…“ So schreibt der alte Luther kurz vor seinem Tod – müde, überrannt von den Ereignissen. War er ein Instrument, oder ist er instrumentalisiert worden?
Der junge Luther freilich steht zu seiner Kraft, seinen Ideen, zu seiner Schärfe der Formulierung:
 „Ich habe keine bessere Arznei als den Zorn, ich muss zornig sein; da erfrischt sich mein ganz Geblüt, mein Verstand wird geschärft.“
„Ich fürchte nichts…“ nichts als den Teufel, der ihn zeitlebens quälte…


Das N.N. Theater nähert sich mit seinem Autor George Isherwood und seinem Regisseur Gregor Höppner diesem kulturgeschichtlichen Ereignis und schafft ein Lebendigwerden der zeitlichen Ereignisse, die sich mit dem Jetzt verbinden, ein theatrales Mosaik mit enormem Witz, Tragik, Poesie und viel Musik.


Eine Kooperation der Evangelischen Kirche im Rheinland und dem N.N. Theater anlässlich des 500. Reformationsjubiläums.


Regie: Gregor Höppner
Spieldauer: 110 min., Spielpause nach 60 min.
Bild: AKIM photography
 

Infos

Datum: Donnerstag 13. Juli
Uhrzeit: 20:30 Uhr
Ort:
Fort im Friedenspark
Hans-Abraham-Ochsweg 1
50678 Köln
Tickets: € 19,- / 14,50

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